Ortho-Wiki – das Fachportal für Orthopädie und Chirurgie

Medizingeschichte · Arthroskopie · Eponyme · Medizinisches Lexikon

Ortho-Wiki ist ein unabhängiges, nicht kommerzielles medizinisches Fachinformationsportal mit Schwerpunkten in der Geschichte der Orthopädie und Chirurgie. Es bietet Einblicke in die Entwicklung medizinischer Erkenntnisse und Behandlungsmethoden, stellt bedeutende Persönlichkeiten der Medizingeschichte vor und erläutert medizinische Fachbegriffe, Eponyme und ausgewählte Verfahren der modernen Orthopädie.

Um in der Orthopädie Erfolge zu erzielen, reichen gründliche Kenntnisse, und eine große Erfahrung in der Medizin und Chirurgie nicht aus; man sollte auch noch eine angeborene Neigung zur Mechanik haben. Ein Handwerker, wie geschickt und intelligent er auch sein mag, wie gut er auch sein mag, wird sich nur schwer in die Gedankenwelt der Ärzte einfühlen können, weil er selbst die Medizin nicht kennt und daher nicht in der Lage sein wird, die zu erfüllenden Angaben zu erfassen. Um dieses Ergebnis zu erreichen, müssen in der gleichen Person des Arztes beide Arten von Wissen in einem Individuum vereint werden.

Es ist daher unzutreffend, die Orthopädie nur als eine Abteilung der Chirurgie zu betrachten

Francois Humbert 1776-1850 - französischer Arzt und Orthopädie-Pionier



GESCHICHTE
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LEXIKON
EPONYME



    Fachärzte für Orthopädie sind Spezialisten für Diagnose und Behandlung der Erkrankungen des gesamten Bewegungsapparates.

    Zu diesem Zweck werden je nach Komplexität der Erkrankung chirurgische Eingriffe (orthopädische Chirurgie), Körperhilfsmittel (sogenannte Orthesen) und Körperübungen eingesetzt.

    Zeitnah nach der Geburt hat die Früherkennung des nicht ausgereiften Hüftgelenks (Hüftdysplasie) durch die Kontrolle mittels der Säuglingshüftsonographie einen hohen Stellenwert gewonnen.

    Normabweichungen des wachsenden Körpers können zu jedem Zeitpunkt auftreten. Fußfehlstellungen, Beinachsenfehler (O- und X-Beine) und Wirbelsäulenverkrümmungen (Skoliose, Kyphose) sind bei entsprechenden Untersuchungen erkennbar und je nach Befund behandelbar.

    Veränderungen an den Wachstumsfugen durch Verletzungen (Epiphysenlockerung) oder fehlerhafte Knochenentwicklung (aseptische Knochennekrosen) kommen in jedem Wachstumsalter vor und können unerkannt zu Wachstumstörungen führen. Frühzeitige Erkennung und Behandlung ist wichtig, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren und das normale Wachstum zu fördern.

    Freizeit-, Arbeits- und Sportverletzungen der Knochen, Gelenke, Muskeln, Bänder und Sehnen verlangen immer mehr spezifische Diagnostik und Therapie.

    Verschleißerscheinungen der Gelenke (Arthrose), der Abbau der Knochenstabilität (Osteoporose) und der langsame Verlust der Muskelkraft sind durch die weiter zunehmende Lebenserwartung der Gesellschaft immer mehr in den Fokus der Forschung und Therapie gerückt.

    Gezielte Heil- und Hilfsmittelanwendungen unterstützen die Erhaltung der Selbständigkeit bis ins hohe Alter.